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Schulgeschichte
bisherige Schulleiter
Biographie Sophie Scholl |
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Schulgeschichte
Die
Sophie-Scholl-Schule Leutkirch ist im Kreis der beruflichen Schulen eine junge, moderne
und offene Schule. Jung ist die Sophie-Scholl-Schule, da sie als haus- und
landwirtschaftliche Berufsschule erst vor knapp dreißig Jahren in Leutkirch aus mehreren
kleinen und kleinsten Berufsschulen zusammengefasst wurde.
Standorte dieser Kleinstschulen
waren damals Aichstetten, Bad Wurzach, Isny, Kisslegg, Leutkirch und Wangen. Jung ist die
Sophie-Scholl-Schule unter diesem Namen, da erst im Jahr 1993 die Namensgebung stattfand.
Jung, modern und offen ist die Schule aber nicht nur durch ihr relativ neues, freundlich
gestaltetes Schulgebäude und ihr im Vergleich zu anderen Schulen noch recht junges
Kollegium, sondern auch durch die Offenheit für positive Veränderungen in der
Gesellschaft und für moderne Lehr- und Arbeitsmethoden. Bei allem Bemühen um die
Vermittlung grundlegender Werte und Kompetenzen kommt aber die Freude an der Arbeit durch
Feste, Theater und Musik nicht zu kurz.
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bisherige
Schulleiter |
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Josef Gmünder, erster Schulleiter in den Jahren von 1970-1987, an der
Sophie-Scholl-Schule Leutkirch.
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Hermann Selbherr , Schulleiter in den Jahren von 1987-1997, an der
Sophie-Scholl-Schule Leutkirch.
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Herbert Reuther, Schulleiter an der Sophie-Scholl-Schule Leutkirch
von 1997 bis 2004
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Biographie Sophie Scholl
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Geburtsstätte |
Sophie Scholl wurde am 9.
Mai 1921 in Forchtenberg am Kocher, wo der Vater Bürgermeister war, als viertes von fünf
Kindern geboren. Mit sieben Jahren kam sie in die Grundschule. Sie lernte leicht und hatte
eine unbeschwerte Kindheit. |
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Jugend |
1930 zog die Familie nach
Ludwigsburg, zwei Jahre später nach Ulm, wo der Vater ein Treuhandbüro übernahm. Ab
1932 besuchte Sophie die Mädchenoberrealschule. Wie die übrigen Mitschüler trat sie mit
zwölf Jahren der Hitlerjugend bei. Die anfängliche Begeisterung wandelte sich nach und
nach in Kritik. Sie wusste um die andere politische Orientierung ihres Vaters, der wegen
seiner Eigenständigkeit und seinem Freimut schon in Forchtenberg nicht mehr zum
Bürgermeister gewählt worden war; auch Freunde und Lehrer hatten eine andere Gesinnung.
Bei der Auswahl von Freundschaften achtete Sophie jetzt immer mehr auf deren politische
Haltung. |
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Erste Orientierung |
Bereits 1937 wurden ihre
Brüder und deren Freunde erstmals verhaftet, was auf Sophie einen bleibenden Eindruck
machte. Zeichnen und Malen waren besondere Begabungen von Sophie Scholl. Aufgrund ihres
Interesses fand sie erste Kontakte zu sogenannten "entarteten" Künstlern.
Sophie Scholl las viel, vor allem Werke der Philosophie und Theologie. Sie brauchte dies
als Gegengewicht zur nationalsozialistischen Beeinflussung. In ihren Briefen zitiert sie
immer wieder die Bibel oder auch Augustinus. |
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Abitur und anschließend
zwangsweise Reichsarbeitsdienst |
Im Frühjahr 1940 machte
sie das Abitur im Fach Deutsch mit dem Thema: "Die Hand, die die Wiege bewegt, bewegt
die Welt". Aufgrund ihrer Zuneigung zu Kindern wählte Sophie Scholl den Weg über
das Kindergärtnerinnenseminar in der Hoffnung, so dem Reichsarbeitsdienst als Vorleistung
für ein Studium zu entgehen. Dies erwies sich als Irrtum: Ab Frühjahr 1941 wurde sie
zwangsweise für ein halbes Jahr zum Reichsarbeitsdienst nach Krauchenwies bei
Sigmaringen, anschließend ein weiteres halbes Jahr zum Kriegshilfsdienst als Hortnerin
nach Blumberg verpflichtet. Der kasernenhafte Arbeitsdienst veranlasste sie, über
passiven Widerstand nachzudenken und ihn zu praktizieren. |
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Studium in München |
Endlich im Mai 1942
konnte sich Sophie Scholl an der Universität München für die Fächer Biologie und
Philosophie einschreiben. Über ihren Bruder Hans, der dort schon Medizin studierte,
lernte sie dessen Freunde kennen. Obgleich dieser Freundeskreis primär politisch
interessiert war, nahmen die Berge, das Skilaufen und Schwimmen einen hohen Stellenwert
ein. Dazu kam das Interesse an Literatur und Musik mit Konzertbesuchen. München war für
Sophie ein interessantes Pflaster: Die Kontakte mit Schriftstellern, Philosophen und
Künstlern befruchteten ihre Auseinandersetzung mit dem Christentum und der Frage, wie der
einzelne sich in einer Diktatur zu verhalten habe. |
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Haft des Vaters |
1942 musste Sophie Scholl
in den Semesterferien zu einem Rüstungseinsatz in einen Ulmer Betrieb. Ihr Vater saß
während dieser Zeit eine Haftstrafe wegen einer ablehnenden Bemerkung über Hitler ab. In
Briefen an ihren Vater im Gefängnis wird die Verehrung für den Vater und dessen
Einfluss
auf die Familie deutlich: "... nun, da Du nicht mehr da bist, der uns auf dem
Laufenden hält, höre ich gewissenhaft die Nachrichten ...". |
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Widerstand und
Todesurteil |
Der Entschluss zum
aktiven Widerstand gegen das Nazi-Regime fiel im Freundeskreis um den Bruder Hans im
Frühjahr 1942. Sophie beteiligte sich ohne Einschränkung an der Herstellung und
Verteilung von Flugblättern in Süddeutschland und Österreich. Bei der Verteilung eines
letztes Flugblattes, sie wussten um ihre bevorstehende Enttarnung, wurde sie und ihr
Bruder am 18. Februar 1943 in der Universität München verhaftet. Vier Tage später
wurden sie und ihr Freund Christoph Probst zum Tode verurteilt und nur wenige Stunden
danach bereits durch das Fallbeil hingerichtet. |
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Im Angesicht des Todes |
Über den furchtlosen
Gang zur Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl sowie von Christoph Probst berichten die
Gefängnisbeamten: "Sie haben sich so fabelhaft tapfer benommen. Das ganze Gefängnis
war davon beeindruckt......". "Ich wusste nicht, dass Sterben so leicht sein
kann", sagte Christoph Probst. Und dann: "In wenigen Minuten sehen wir uns in
der Ewigkeit wieder." "Dann wurden sie abgeführt, zuerst das Mädchen. Sie
ging, ohne mit der Wimper zu zucken. Wir konnten alle nicht begreifen, dass so etwas
möglich ist. Der Scharfrichter sagte, so habe er noch niemanden sterben
sehen.
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